Der Westen von Australien

von Perth bis Broome

25.12.08 bis 19.02.2009


Gefahrene Kilometer: 10.608km
Verwendetes Kartenmaterial: Explore Australia - Western Australia 1:1400 000
Reiseführer Reise Know - How - Westaustralien / Auflage 2008
Auto gebucht bei: Australia Touring Pty Ltd
Melbourne, Australia
phone & fax          +61 (0)3 8640 0766
www.australia-campervans.com
Vermieter in Australien: Hauptsitz:
Perth (Head Office)
Herbert Beisser, Patrick Beisser
2 Yelland Way
Bassendean WA 6054
Tel: 08 6278 4128 a/h 08 9296 3183
Fax: 08 6278 4129
Mob: 0409 591 746
http://boomerangcampers.com


Allgemeine Info

Kartenmaterial: Ausreichend, wobei ein Kompass für manche Wegbeschreibungen vom Reiseführer auch von Vorteil ist. 

Reiseführer: 
Sehr gut, in gewohnter Reise Know-How Qualität.

Vermieter in Australien: 
Wir buchten via Internet . Eine Anzahlung (ca. 10%, wir einigten uns auf EUR) waren sofort bei Buchung fällig, der Restbetrag 6 Wochen vor Reiseantritt. Durch die derzeitige Wirtschaftskrise war ein doch beachtlicher Kursverfall vom Australischen Dollar zum EUR vorhanden, da wir uns aber vom Anfang an auf EUR geeinigt hatten wurde das Auto (zum Leidwesen des Vermieters) für uns um einiges billiger. Es gab jedoch keine Schwierigkeiten deswegen. 
Die Übergabe erfolgte durch einen in Australien lebenden Deutschen was natürlich ein Vorteil bei der Verständigung  war.
Das Auto hatte bei der Übernahme schon 272.000km am Tacho und die Reifen waren auf 60%.
Trotz alledem kann man den Vermieter weiter empfehlen, er ist fair, bei Problemen (hatten wir einmal mit den Reifen) gab es absolut keine Schwierigkeiten und umgehend eine Werkstätte die OHNE uns was zu verrechnen, die Reifen ausgetauscht hat!!


Unser Wohnmobil in Australien: Toyota Hilux 3,0 4WD mit Campingaufbau:
Mikrowelle, 3 Flammen Herd, Backrohr, Warmwasserboiler, Wassertank 70l, WC (Denford), Dusche, Kühlschrank, Markise, Klimaanlage im Aufbau und in der Fahrerkabine. Jedoch fast kein Stauraum (im großen und ganzen ähnlich den europäischen Produkten).

Nachteile: 
Für den doch relative schweren und gut ausgebauten Aufbau ist der 3,0l 4 Zylinder Hilux einfach zu schwach. Auf Teerstraßen liegt die Reisegeschwindigkeit zwischen 80 und 100kmh. Der Geräuschpegel ist dabei sehr hoch! Bei 4WD-Touren durch tiefsandiges Gebiet versagte der Toyota völlig!, wobei die Reifen (M&S Reifen, also KEINE Geländereifen) sicher auch ihren Teil beitrugen. Die Batteriekapazität von einer altersschwachen 110A/h Batterie reichte nicht aus den Kühlschrank 24 Stunden zu betreiben.
Vorteile: 
Absolut handlich, also keinerlei Probleme im Stadtverkehr und bei unübersichtlichen Situationen. Durch den hohen Radstand sind selbst schlechte Pisten und Wasserdurchfahrten kein Problem -  Schadensdeckung durch die Versicherung auf Graveldroad. Moderater Dieselverbrauch (zwischen 13 und 14l).
Abschließende Worte: Wahrscheinlich war dieser Aufbau der letzte seiner Art in ganz Australien (wir fanden nirgends anders ein 4WD-Fahrzeug mit Dusche und WC). Laut Aussage des Vermieters wird es so etwas in Zukunft auch nicht mehr geben. Eigentlich sehr schade, auf einem stärkeren Trägerfahrzeug mit den richtigen Reifen wäre dieses Auto für mehrere Wochen ideal.

Tanken: Im Süden von Westaustralien sind ausreichend Tankstellen vorhanden, von Geralton bis Broome sollte man jedoch aufpassen und keine Tankstelle auslassen! Auch auf der Inlandsroute von Port Hedland bis Perth ist das Nutzen von erblickten Tankstellen ein Vorteil!

Camping Plätze: 
Die Plätze in Westaustralien sind bei weitem nicht so schön wie die im Osten. Viele haben kein Swimmingpool und wenn dann ist es sehr klein (bei mehr als 5 Personen ist es überfüllt!) und leider auch meist nicht sehr gepflegt (einzige Ausnahme war Broome). 
Überhaupt dürften die Westaussis ein wenig "schlampiger" sein als ihr "Gegenüber". Es war zwar zu 98% immer alles sauber jedoch abgeschlagene Fliesen, rostige Wasserhähne, desolate Anstriche usw. sind keine Seltenheit. Die Preise pro Nacht bewegen sich zwischen 24$ bis 45$!
Wer schon mal den Osten Australiens besucht hat sollte nicht das Selbige im Westen erwarten!


"Wild" Campen: ist möglich, jedoch an vielen (schönen) Stellen stehen Verbotsschilder, die genaue Aussagen über die Art des nicht geduldeten Campierens ersichtlich machen. An extrem langen Streckenabschnitten (große Distanz zwischen 2 Städten) sind 24 Stunden Rastplätze vorhanden. 

Essen bzw. Kochen: 
Alles ist Möglich wenn man selber kocht!! Man bekommt in den Supermärkten alles was das Herz begehrt. Die Auswahl ist bei Woolworth ehrlich gesagt, besser als in Österreich, die Preise sind großteils ident mit Österreichischen Preisen.  Wenn man ein Lokal zum Essen bevorzugt, sind die Preise eher gehoben, jedoch haben wir in Westaustralien um vieles besser gegessen als im Osten!! Es war immer ausgezeichnet und meist auch sehr große  Portionen.  Manchmal sind Alkoholische Getränke auch "bring it your own"

Geld:
Geldautomaten sind in allen größeren Städten vorhanden und man kann mit Kreditkarte oder Maestrokarte problemlos abheben! Wer lieber Bargeldlos bezahlt auch auch nirgendwo Schwierigkeiten, ob Supermarkt, Tankstelle oder Lokale, Kreditkarten werden überall gerne genommen.