Kanada
von Ost nach West

30.04.2011 - 23.06.2011

 


Gefahrene Kilometer: 9.287km
Verwendetes Kartenmaterial: Busche Map 1:2 000 000 Ontario
Busche Map 1:2 000 000 Manitoba / Saskatchewan
Reise Know How 1:1 900 000 Kanada West
Reiseführer Reise Know - Kanada Westen mit Alaska
Reise Know - Osten USA Nordosten
Kanada Nationalparkroute 
                                   für Alberta und British Columbia
Navigationsgerät gebucht bei: NAVI RENT SHOP
Voltmerstrasse 1
30165 Hannover
E-Mail: info@navi-rent-shop.de
Homepage: www.navi-rent-shop.de
Auto gebucht bei: Trans Canada Touristik TCT GmbH
Am Bahnhof 2
29549 Bad Bevensen
E-Mail: info@trans-canada-touristik.de
Homepage: www.trans-canada-touristik.de
Vermieter in Kanada: Cruise Canada
Sitz in Toronto:
Ontario: Toronto
12275 HWY 50, Bolton
Tel.: (905)951-3102

Sitz in Vancouver: 

British Columbia: Vancouver
7731 Vantage Way, Delta
Tel.: (604)946-5775


Allgemeine Info

Kartenmaterial & Navi: Busche Map Karten sind bestes Kartenmaterial, sehr genau und fast alles eingezeichnet, nur die Papierqualität ist mies, die Karten zerreißen sehr leicht. Reiseknowhow-Karte ist sehr oberflächig, viele kleine Straßen sind nicht vermerkt, dafür sehr reißfest.
Das Navi ist unerlässlich!!!!! Ohne Navi würde man weder aus einer Stadt hinaus finden noch zu einer Sehenswürdigkeit (wenn Adresse vorhanden) finden.
Die Sehenswürdigkeiten sind in Kanada sehr schlecht bis gar nicht ausgeschildert.
Unser gemietetes Navi war zu 98% in Ordnung, hätte man vielleicht vorher noch updaten sollen da einige neue Straßen und Kreisverkehre nicht vorhanden waren, war aber nicht so schlimm.
Schlimm jedoch ist das keine einzige Campingplatzadresse die im Navi unter POI ersichtlich ist gestimmt hat! Daran sollte Tomtom vielleicht noch arbeiten!!!!
Der Vermieter des Navis ist jedoch auf jeden Fall weiter zu empfehlen!

Reiseführer: 
in gewohnt guter Qualität, nur äußerst ärgerlich das keine vernünftigen Adressen oder Koordinaten für Sehenswürdigkeiten, Museen ect. vorhanden sind. In Zeiten von GPs und Navi sind Ortsangaben wie "nördlich am TC von Toronto" wirklich veraltert (weiß der Teufel wie viele Autobahnen es in Toronto gibt).

Autovermieter in Kanada: Sehr gute Übergabeerklärung sogar mit Video in Deutsch.  Alles funktionstüchtig und gewartet. Wir buchten via Internet gegen Anzahlung von 10% des Mietpreises sofort, Restzahlung 3 Wochen vor Übergabe.
zum WOMO im Detail:
Die Größe des Fahrzeuges (Ford C 25 V8) ist beachtlich. Länge 7,60m, Höhe 3,75m, Breite 2,55m. Dies braucht man auch wirklich da man sich sehr oft im Fahrzeug aufhält (entweder es ist draußen zu kalt oder die Moskitos fressen einem). 
Vorteile:
Motorleistung mehr als ausreichend, 120kmh sind kein Problem, wobei bei 199kmh die Grenzen des Fahrwerkes erreicht sind. Das Automatikgetriebe schaltet sanft und zuverlässig, 12V Stecker sind 3 im Fahrerraum vorhanden (braucht man für Navi, Mp3 Player, Ladegerät für Fotoapparat und Batterien) Außerdem gibt es bei Canadian Tier einen 150W Wechselrichter für 29 Dollar (macht aus 12V 110V), für Laptop etc. wenn man ohne Fremdstromanschluss steht. Frischwassertank 160l, Grau und Schwarzwassertank ausreichend groß. Herd, Dunstabzug, Mikrowelle funktionieren gut. WC ist sehr Wasser sparend, hat aber auch seine Nachteile. Innenbeleuchtung sehr gut, Bettgröße wirklich ausreichend (Gerhard 176cm, Doris 159cm), Dusche reicht aus (könnte ein wenig größer sein).

Alle Fenster und Luken haben Moskitogitter (braucht man wirklich). Kühlschrank und Tiefkühler ausreichend groß und funktionieren trotz Gasbetrieb sehr gut. Allgemeines Fahrverhalten = sehr Gut.
Nachteile:
Die Motorleistung hat ihren Preis, unter 25l Benzin auf 100km geht nichts und bei einem 200l Tank heißt das oft zur Tankstelle. Die Gasheizung funktioniert zwar gut ist aber höllisch laut. Noch dazu ist nach 2Std. Dauerbetrieb (ohne 110V Fremdstrom) Schluss mit warm, denn dann ist die 110A/H Versorgungsbatterie leer. Kein Generator! Unser Leihfahrzeug hatte keinen und es besteht die Möglichkeit, dass es keine Generatoren in Kanada für diese Fahrzeuge gibt (diese Weisheit habe ich aus der Betriebsanleitung und ist nicht wirklich bindend). Ohne Generator natürlich keine 110V für Mikro etc.
Tankanzeigen: sehr unzuverlässig, bleiben sogar manchmal hängen. WC: Der große Kugelschieber der als Ablauf für das WC dient ist nicht wirklich dicht, deshalb beginnt es zu stinken wenn der Tank halb voll ist. Backrohr wäre wünschenswert, denn ohne Backrohr keine Fertiggerichte wie Pizza oder ähnliches. Wir haben uns für 12 Dollar einen Toaster gekauft, das ersparte uns das "knutschige" Weißbrot. Keine Markise, also keinen Sonnen oder Regenschutz. Fazit: Das beste und komfortabelste Mietfahrzeug das wir je hatten. Wir tauften ihn Rumpel, denn das ist unglaublich welche Geräusche die Inneneinrichtung auf einer Graveld Road von sich geben kann.
 

Tanken: Ist im Allgemeinen kein Problem. Es gibt genügend Tankstellen auf den Wegen und man läuft nicht Gefahr auf dem trockenen zu sitzen. Die einzigen Tücken bergen die Selbstbedienungstankstellen!
Viele davon haben einfach unsere Kreditkarten nicht akzeptiert (also kein Sprit wenn nur Creditcard möglich war), bei Möglichkeiten im Shop zu bezahlen war Visa jedoch kein Problem! Keine Ahnung warum dies war, ich würde auf jeden Fall empfehlen eine Tankstelle mit Bedienung zu suchen, das funktioniert immer.

Camping Plätze und RV-Parks: 
gibt es unzählige, nur sie zu finden ist ein anderes Problem. Campingplätze gibt es viele ohne irgend ein Service, bei manchen Wasser und oder Strom. RV-Parks haben da ein größeres Angebot, von "nur Stellplatz" bis "full hook up", also Wasser / Strom / Kanalanschluss, wird alles angeboten. In den Nationalparks gibt es meist keinen Komfort, doch eines haben alle gemeinsam, die horrenden Preise. Für 14$ für gar nichts außer Stellplatz bis 65$ Pro Nacht, für full hook ist alles drin.

Province-Park: Meiner Meinung nach der größte Nepp. Egal um welche Art der Außergewöhnlichkeit der Natur es sich handelt wurde das Gebiet großräumig umzäunt und mit einer Unzahl von Schranken gepflastert. Meist 2 oder mehrere Einfahrten bei denen man brav blechen darf führen auf Gravel Roads zum Visitorcenter, in dem einem groß und breit die Schönheit uns Seltenheit der örtlichen Gegebenheit präsentiert wird. Einige Wanderwege und ein meist trauriger überteuerter Campingplatz (wo anders darf man im Park nicht stehen) bieten meist alles an Provinzparkschönheit, ganz nach USA Vorbild.

"Wild" Campen: Wir haben auf einigen Tankstellenparkplätzen am Highway neben Sattelschleppern und einigen Stadtparkplätzen übernachtet, doch an schönen Orten wie Seen und Sehenswürdigkeiten sieht es richtig traurig aus. Riesige Verbotschilder weisen auf "overnight parking" hin und Seen sind meist rundum mit Privathäusern verbaut. Von wegen "in Kanada ist kana da"!!!

Essen bzw. Kochen:
Fast alles ist möglich wenn man selber kocht. Die Supermärkte sind gut sortiert, das einzige was fehlt sind Fertiggerichte. Tiefkühlgerichte sind zwar vorhanden, dazu braucht man aber zu 98% ein Backrohr (das wir nicht hatten), oder Mikrowelle (die uns nur auf Campingplätzen zur Verfügung stand) um diese zuzubereiten,  Dosengerichte z.B. Gulasch oder Linsen, haben wir nirgends wo gefunden. Also meine Lieben "Ran an den Kochlöffel" ;-))

Geld: Geldautomaten sind in allen größeren Städten vorhanden und man kann mit Kreditkarte abheben! E
s werden fast (manche Provinzcampingplätze wollen bar bezahlt werden) überall Kreditkarte akzeptiert und gilt auch als beliebtes Zahlungsmittel.