Chile und Argentinien

von Feuerland bis in die Wüste Atacama

13.01.2006 bis 08.03.2006


Gefahrene Kilometer: 13.500
Verwendetes Kartenmaterial: Reise Know - How  Chile 1:1 600 000
Reise Know - Argentinien 1:2 000 000
Reiseführer Reise Know - How Chile & Argentinien
Auto gebucht bei: Reisebüro Kapner
Schaffenbergstraße 28
D- 1352 Korschenbroich

Homepage:
CamperAdventures-WorldWide.com
Vermieter in Argentinien: GAIBU
Homepage: www.gaibu.com

Allgemeine Info

Kartenmaterial: War nicht sehr genau, aber besser wie nichts. Zusätzlich vor Ort eine Straßenkarte zu besorgen wäre ein Vorteil!

Reiseführer:
war für uns eine Katastrophe! Der Schreiber des Reiseführers war nur in "low Budget" unterwegs und schreibt Großteils nur über "Zeltübernachtungen" und "billige Speiselokale". Die Infos die über Campingplätze geschrieben wurden stimmten (zumindest dort wo wir waren) zu 99% nicht. Er bezeichnet z.B einen Parkplatz auf einer Tankstelle für einen Campingplatz, nur weil man dort übernachten darf!!
Die Infos über Hotels dürfte man ihm erzählt haben, dort war er sicher noch nie?!

Autovermieter Kapner: Da es uns leider nicht möglich war, direkt in Chile ein Auto zu buchen, haben wir dies über das Reisebüro Kapner getätigt, trotz negativen Berichten die wir im Internet gefunden hatten.
Solange die Reise nicht bezahlt war, war Herr Kapner äußerst bemüht, was sich leider danach änderte.
Bei unseren Telefonaten sowie E-Mails (von Chile nach Deutschland) stießen wir immer wieder auf "Taube Ohren" und warteten bis zu 2 Wochen auf unbefriedigende Antworten.
Von unserer Sicht aus ist dieses Reisebüro nicht weiter zu empfehlen.

Autovermieter in Argentienien - Fa. Gaibu bzw. Motor Home Time: 
Unserer Meinung nach bietet diese Firma Fahrzeuge zu eher treuren Preisen mit "Argentinischer" Qualität.

Es gibt KEINEN Englischen Ansprechpartner, und wenn dann nur sehr "holprig", also wenn man nicht spanisch spricht ist man auf verlorenen Posten!
Unser Fahrzeug: 

Ford Ranger , 28.000km, Zustand bei Übernahme sehr gut. 
Der Aufbau des Fahrzeuges:
Eine Absetzkabine (argentinischer Eigenbau), sehr alt und so gut wie alle Einbauten (Warmwasserboiler, Heizung, Dusche usw.) funktionsunfähig.
Versuche mit der Firma Gaibu Kontakt auf zu nehmen, gelangen zwar, führten aber zu keinerlei befriedigenden Erfolgen.
Auf Grund der ständigen Probleme mit dem Aufbau leidete natürlich die Urlaubsqualität sehr!
Sollte jemand detaillierte Auskünfte benötigen dann schreiben sie uns einfach, wir geben gerne Bescheid!
Fazit: Ich würde nicht mehr bei dieser Agentur buchen!!

Wohnmobile in Argentinien und Chile:
Argentinien und Chile zählen in Hinsicht auf Autocamping sicher zu den touristischen Entwicklungsländern. Diese Form ist fast gänzlich unbekannt!
Mit Sicherheit lässt sich sagen, dass ein Allrad-Fahrzeug von Vorteil ist, jedoch nicht unbedingt notwendig. Fast alle, von uns genutzten Straßen, werden von einheimischen Autobussen und Lkw's befahren, was eigentlich schon alles sagt.
Richtige 4WD-Strecken waren:
1.- Zufahrt zur Therme Panqui
2.- Zufahrt zu diversen Schlafplätzen am Strand und abseits der Straße
Auf der Carretera Austral ist der Allrad ein Sicherheits-Plus, da beim steilen Bergabfahren doch aller vier Räder durch den Motor gebremst werden und das Fahrzeug nicht so schnell seitlich ausbricht.
Unserer Meinung nach, wäre das optimale Mietfahrzeug ein 4x4 Iveco Turbo Daily. Der Nachteil daran ist eigentlich nur, dass es von Seiten der Vermieter keinen Versicherungsschutz für die Ruta 40 und Carretera Austral gab.

Reifen: Ein sehr wichtiger Punkt! Auf unserm 4x4 Pickup waren 4 neue Winterreifen bei antritt der Fahrt. Nach 3000km über Schotterpisten waren die Reifen am Ende!
Mit Geländereifen wäre dieses Problem nicht entstanden. Wir würden empfehlen auf jeden Fall zwei sehr gute Ersatzreifen mitnehmen!!

Tanken: Anscheinend hat sich das Tankstellennetz in beiden Ländern verbessert. Wir hatten zwar 2 Reservekanister mit, haben diese aber nie gebraucht!

Camping Plätze: Von Grauenhaft bis "naja"!!
Standartplatz:1 Stellplatz im Staub oder Sand, ein gemauerter Griller, 2 von 100 haben ein WC (besser man benützt es nicht) und mit sehr viel Glück eine Kaltwasserdusche. Warmes Wasser ist selten wie der Goldstaub!!!
Die Campingplätze in Chile sind oft sehr teuer (bis zu EUR 40.-- am Tag), in Argentinien eher günstig (pro Nacht ca. 3 - 5 EUR) Diese Umstände veranlassten uns die meiste Zeit Wild zu Campen.

"Wild" Campen: Ist in beiden Länder NICHT verboten. Es ist jedoch oft nicht einfach ein geeignetes Plätzchen zu finden (meist versperren Zäune den Weg zum attraktiven Stellplatz).
Da die "bösen Räuber" nicht , wie früher, im dunklen Wald sind sondern in den Städten, hielten wir uns zum Nächtigen von diesen fern.
Unserer Meinung nach sind die besten Plätze die, wo einem keiner sieht!. In beiden Ländern ist die Armut sehr groß und das Campen neben der Straße ein unnötiges Risiko.

Essen bzw. Kochen: Fertige Dosengerichte sind fast nicht erhältlich. Eigentlich nur zwei Sorten: 1.) Bohnen mit Speck (eher selten erhältlich) 2.) Linsen mit Reis und Kartoffel (*iiiiiiiiiiigitt*)
Die Supermärkte von Ushuaia bis Höhe Mendoza sind eher kärglich! Von Mendoza bis Iquique wird das Einkaufen wieder angenehmer da das Angebot (Frischfleisch und Gemüse) Europäischen Standart aufweist! (jedoch keine Fertiggerichte!)

Geld: Die Mitnahme von US Dollar ist nicht nötig! EURO werden gerne gewechselt! Da die normale Maestro-Karte (Bankomat) bei den Geldautomaten funktioniert, ist die Geldbeschaffung eher einfach. (-> sofern man sich mit der ständig ändernden Bedienung des Geldautomaten zurecht findet)