Hongkong - Bali - Flores - Komodo - Rinca

14.05.2010 bis 03.06.2010

Tagebuch: Woche 1

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Fr. 14.05.2010 Abflug von Wien - Sa. 15.05.2010 Ankunft Hongkong (Kowloon)

Abflug um 7:30 über Frankfurt mit Cathay Pacific Airways nach Hongkong wo wir um 7:30 Ortszeit ankommen.
Die Einreiseformalitäten sind so problemlos wie sonst nirgendwo und schon kurze Zeit später sind wir in einem Sammelbus der uns zum Hotel, Harbour Grand Kowloon, bringt.
Schon bei der Busfahrt wird eines ganz klar: die Orientierung wird hier schwierig.
Die Lobby des Hotels verspricht einiges, und siehe da, wir werden nicht enttäuscht. Von unserem Zimmer im 11. Stock hat man eine fantastische Aussicht auf die Skyline von Hongkong und der gesamten Bucht.
Das Swimmingpool befindet sich auf dem Dach im 22. Stock, also schnell nach oben und nachsehen wie es dort ist.

Das Wetter ist mittelprächtig, es ist nebelig bei 28 Grad und im 22 Stock bläst der Wind heftig. Der Poolboy bewacht das verweiste Pool, bekleidet mit Jacke und Haube, während uns die tropische Schwüle zu schaffen macht. Aber was soll's, runter in die Lobby und eine Straßenkarte besorgt. Hmmmm.... was soll der weiße Fleck auf der Karte neben dem Hotel?? "terra incognita" mitten in Hongkong (besser gesagt unser Hotel war im Stadtviertel Kowloon) sollte es nicht geben!? JaJa....... dieser weiße Fleck sollte uns die nächsten 3 Tage noch recht ärgern. es ist nämlich nicht möglich auf direktem Wege zur Promenade, und somit ins Herz von Kowloon zu gelangen. Der "weiße Fleck" ist eine Ansammlung von Wohnhäusern, einem Parkplatz, einem kleinen Park und einer beachtlichen Anzahl von Ampeln, Schnellstraßen und Fußgängerbrücken. Also brauchen wir täglich 20 Minuten um vom Hotel zur nächsten U-Bahn Station (Hung Hom) zu gelangen, wobei einem der Weg von der U-Bahn Station zurück zum Hotel doppelt so lange vor kommt.
Aber zurück zum Ankunftstag:
Unsere erste Erkundung der näheren Umgebung ergibt Hochhäuser, Hochhäuser und noch mehr Hochhäuser. Schon nach einer kleinen Runde in Hotelnähe stellen wir fest das wir einfach zu "matschig" sind, also ab ins Zimmer und 4 Stunden schlafen um das Jetlag und das Klima besser zu verdauen.
Um 16:45 geht's schon ein wenig besser, an unserer Orientierung hat sich jedoch nichts geändert und so verlaufen wir uns 2x auf der Suche nach der U-Bahn Station. So etwas macht hungrig, also hinein in den "Foodpalace (eine 3-stöckige Ansammlung von Lokalen). Die Chinesischen Lokale mit Lokaler Speisekarte  können wir auf Grund der Schriftzeichen vergessen,

         
     Hotel Harbour Grand Kowloon   


 Pool im 22. Stock          


Aussicht von unserem Zimmer    

wir brauchen Fotos der Speisen (englische Erklärung wäre hilfreich aber leider sind diese eher selten vorhanden). Dies gibt es natürlich, wir haben aber das Pech an eine fast blinde Bedienung zu kommen und so ergibt es sich anstatt gebratene Nudel mit Fleisch und Sodawasser, welches wir bestellt hatten, Suppe (vollkommen geschmacklos), Reis mit allem was seit 3 Wochen übergeblieben ist (undefinierbar) und ein Schweppes das wirklich nach Haarshampoo schmeckt!
Für heute reicht es!!!! Also um 21:45 ins Bett.

So. 16.05.2010
Hongkong ist keine Stadt sondern ein Moloch!

Um 8:30 läutet der Wecker, Frühstück im Hotel hat sich auf Grund der Wucherpreise (20€ pro Person) erledigt. Schon 2 Blocks weiter gibt es ein nettes SB-Cafe (Cafe Coral) wo es Frühstück um 2,5€ gibt, wir bekommen auch alles was wir bestellt haben und es war ausreichend und sehr gut.
So, jetzt kann es los gehen, also wieder zur Hung Hom Station und eine Einzelfahrkarte für die nächsten 2 Stationen gekauft. In der Station East Tsim Sha Tsui steht es fest, ohne dem "RTM-Day Pass" (55 HGD derzeitiger Kurs 8HGD=1 EUR) geht es nicht!
Man braucht bei jeder Station zum ein- und aussteigen ein gültiges Ticket! Sollte man versehentlich eine Station zu weit fahren kommt man weder rein noch raus und muß sich eine neue Einzelfahrkarte kaufen.......
Also kauften wir uns einen Tagespaß, so können wir 24 Stunden im ganzen U-Bahnnetz unbedenklich rum fahren.

So, endlich hinter die Geheimnisse der U-Bahn und deren Stationen gekommen!
Die meisten U-Bahn Stationen sind größer als der Wiener Flughafen und die Beschilderung der Ausgänge entscheidet zwischen Ausgang A bis K, wo schon mal 1,5km dazwischen liegen können. Sollte man den falschen Ausgang erwischen kann man es vergessen, Oberirdisch ist es fast nicht zu machen da man mindestens durch 3 Shopping Malls und 5 Fußgängerbrücken muß.Unser erster Punkt ist die "Avenue of Stars", ganz nach amerikanischen Vorbild haben sie hier die asiatischen Stars im frischen Beton mit ihren Handabdrücken verewigt. Wir kennen nur Chaki Chan und Bruce Lee, dem übrigens eine 2m hohe Bronzestatue gewidmet wurde. Ein interessanter Ort, die Chinesen fotografieren sich so gut wie mit allen was dort rumsteht, also Fotos machen ohne Chinatouri ist für uns fast unmöglich!
Am Ende der Avenue befindet sich der alte Glock Tower und die "Star Ferry" nach Hongkong-Island.
Nächster Stop, Tai Sin Tempel. Ein wirklich schöner Tempel mitten im Trubel der 7 Mio. Großstadt. An den Haupttempeln werden Unmengen von Räucherstäbchen verbrannt und die Gläubiger (jeder mit eigener Gebetstechnik) erhoffen sich damit den Segen der Götter.
Im "Wisch Garden" geht es jedoch beschaulicher zu, hier findet man, umzingelt von Wolkenkratzern , wirklich ein wenig Ruhe von dem allgegenwärtigen Trubel.
Nächstes Ziel (natürlich mit MTR) der Goldfischmarkt. Ein ganzer Straßenzug (unschätzbare Länge) mit allem was es zum Thema Aquaristik auf der Welt zu kaufen gibt. Auf den Wänden der Läden hängen hunderte Plastiksäckchen mit so allen möglichen großen und kleinen Fischchen. Die Gäschäftchen platzen förmlich mit Aquarien, Pumpen, Technik, Schildkröten, Fischchen jeglicher Sorte und Herkunft, und was weiß ich noch alles.
Am Ende der Straße geschieht es zum ersten Mal!! Ein Platzangstanfall überfällt uns, das Getöse der Klimaanlagen, Buss, Autos und das Meer an schwarzen Köpfen ist für unsere "Wiener Almnerven" zu viel. Wir brauchen eine Pause von dem Gewusle. Aber wo???? Hier nirgends als ab und zurück zum Hotel. Pause bis 18h!!
Am Abend geht's wieder, also ab zur HungHom-Station und zur Star Ferry. Pünktlich um 20h beginnt die Sound and Lightshow von Hongkong. Trotz des herrschenden Nebels ein faszinierendes Spektakel. Zuerst werden die einzelnen Hochhäuser vorgestellt und danach folgt eine tolle Laser- und Lichtshow vor der einmaligen Skyline.
Weiter zum "Nachtmarkt".
Welch ein glücklicher Umstand, die Straßen rund um den Nachmarkt gleichen einer einzigen großen Küche. Also sitzen wir auf der Straße, umgeben von dampfenden Garküchen und essen uns durch die Speisekarte. So recht wissen wir zwar nicht was wir bekommen und welche Tierteile es sind, aber schmecken tut's.
Eine Runde am Nachmarkt mit Kauf einer Jean (meine hat Hongkong nicht ausgehalten und ging kaputt!) rundete den hektischen Tag noch ab.
Eine Flasche Wein am ruhigen Zimmer mit tollen Ausblick haben wir uns an diesem Tag verdient.


Bruce Lee                


Glock Tower               


Wish Garden              


Goldfischmarkt           

Sound an Lightshow        

Garküchen beim Nightmarkt

Mo. 17.05.2010

Wieder Frühstück im SB-Lokal Coral, danach wieder zur U-Bahnstation (Hung Hom brauche ich wohl nicht mehr erwähnen..... ist ja unsere "Haus und Hof" Station) aber diesmal ist das Ziel "The Peak", drüben in Hongkong, Aussteigen bei MTR- "Central Station", Ausgang J2. Schilder zeigen uns den richtigen Weg zum Peak und hier schlagen wir uns durch eine Unzahl von Shopping Malls wo man Kilometer weit durch diese Komplexe laufen kann ohne auf die Straße zu kommen. Also vorbei an Guess, Gucci, Ferrucci "Flutschi und Pfutschi" oder wie sie alle heißen mögen :-)
Wir schaffen es Schluß endlich zur Peak-Bahn, es ist gar nicht so viel los wie wie befürchtet und im Nu transportiert uns die alte "Cable Car" den Berg hinauf. Leider hat sich das Wetter nicht wesentlich geändert, es ist ziemlich nebelig bei 28 bis 31 Grad. Also bietet sich nicht viel Ausblick für uns. Wir bleiben eine dreiviertel Stunde oben, leider ändert sich an den ziehenden Nebelschwaden nicht viel. Also wieder runter und durch die Straßenschluchten zur U-Bahn.
"Stanley Market" empfiehlt der Reiseführer. An der MTR-Hong Kong Station aussteigen, Ausgang D, dann in die Hennessy Rd. in den grünen Minibus Nr. 40 steigen und los geht's.
So taten wir auch, daß die Fahrt nach Stanley jedoch 50 Minuten dauert steht nirgends. Hätten wir gewußt das Stanley Market ein paar Bretterbuden in einem sehr weit abgelegenen Vorort ist, hätten wir es gelassen, doch zu spät, wir schlendern durch den Trödelmarkt, setzen uns in ein Kaffee und schauen aufs Meer. Wenigstens nicht so viel Trubel wie überall anders....... doch es ist schon spät und wir müssen zurück. 2 Stunden und 45 Minuten später sind wir wieder zurück in Hung Hom "Heimatstation" und sind ziemlich K.O.
Für heute reicht es!


Peak Tram                


nebelige Aussicht          


Am Weg zu MTR-Station      

Di. 18.05.2010

Heute wird es ruhiger (glauben wir) . Wir stehen heute erst um 9h auf, Frühstück, U-Bahnstation (das übliche Szenario)
Heute geht es in den Ocean Park, gleich bei der Station RTM-Admiralty Ausgang B, kann man die Bus- und Eintrittskarten kaufen. Mit dem Bus Nr. 629 geht’s dann zum Park. Der Ocean Park ist eine kurzweilige Mischung aus Tiershows, Vergnügungsbahnen (Hochschaubahn, Wasserrutschen und ähnliches), Lokalen und Unterhaltungsprogrammen. Besonders schön ist die Lage der Anlage, ich wette das die Disneymanager neidig sind auf diesen Standort. Am späten Nachmittag wird es jedoch auch hier ungemütlich, immer mehr Besucher drängen sich um die Attraktionen und uns reicht es eigentlich schon.
Da es sich zeitlich so gut ausgeht gehen wir noch mal zur Lichtshow und wieder sind wir begeistert. Wo läßt sich gut essen??, natürlich in den Gassen beim Nachtmarkt. Also dort hin. Wieder bestellen wir uns einige verschiedene Dinge und es stehen etliche Teller am Tisch, Pfahlmuscheln mit schwarzen Bohnen, Muscheln mit Glasnudel und Knoblauch, gebratene Nudel und und und….. werden gereicht. Nur mit den Hühnerteilen mit Cashewnuts schmieren wir uns an. Ich vermute das es sich nur um die Fußgelenke der Tiere handelt, aber was soll’s, die Kantonesen essen ja bekanntlich alles außer den Tisch und den Sessel auf den sie sitzen. Den Nachmarkt lassen wir aus. Bei einer Flasche Wein am Zimmer lassen wir unseren Hongkongaufenthalt ausklingen.

Fazit: Hongkong muß man gesehen haben, die Skyline ist die beeindruckendste die wir je sahen, die Organisation der Stadt ist perfekt (Beschilderung, U-bahn ect.) kein Schmutz, kein Gesindel, keine Graffities an den Wänden. Es gibt sicher nichts zu kaufen oder zu essen was es hier nicht gibt. Nachteile: Der Hochhausurwald mit seinem all gegenwärtigen Getöse, die Menschenmassen die einem ununterbrochen umgeben sowie die chinesische Sprache die an eine Sopranoper erinnert, nur das in jedem Satz noch "Long, Kong, Ding und Dong" mit klingen, lassen es uns leicht fallen Hongkong nach 4 Tagen zu verlassen.


Ocean Park               


Hochschaubahn            


Goldfisch                 


Panorama bei Ocean Park       
Mi. 19.05.2010 

Um 6:20 aufstehen, der Bus kommt pünktlich, nur trödelt der Busfahrer bei anderen Hotels herum und schleicht im Schneckentempo zum Flughafen wo wir um 8:30 ankommen. Nur noch 45 Minuten bis zum Abflug, Für uns steht fest, daß geht sich nicht mehr aus. Für Chathy way Pazifik Airline jedoch kein Problem. Wir haben sogar noch Zeit für ein schnelles Frühstück. Um 15:00 sind wir in Bali und hier ist alles anderes.
Ausfüllen von Einreisepapieren, Zolldeklaration (wird dann gleich wieder in den Mistkübel geworfen) Einreisegebühr 25 Usd pro Person und eine Stunde und 15 Minuten Schlange stehen bevor man die Grenze passieren darf. Ja, eine Zeitreise von Futuretown in die Gegenwart, doch wieder erwarten werden wir abgeholt vom Flughafen bis zum Legian Beach Hotel sind es nur 20 Min. durch die von Mopets und Autos verstopften Straßen von Kuta. Das Legian Hotel, welches für die nächsten 3 Tage unserer Bleibe werden soll, stellt sich als ganz gute Wahl dar. Zwar schon ein wenig in die Jahre gekommen, jedoch ein ganz gutes Preis- Leistungsverhältnis.


Rezeption von Legian Hotel    


eines unserer Hotel Pools      
 
Do. 20.05.2010 bis Samstag 22.05.2010

Außer Faulenzen, Essen und Baden tut sich in diesen Tagen nicht viel. Zur erwähnen wären nur die erhöhten Weinpreise (58 EUR pro Flasche in der Sunsetbar und einem Wechseltrick den wir auf den Leim gegangen sind. Ansonst erholen wir uns gut in Bali.
Nach dem anstrengenden Tagen in Hongkong ist dies wirklich eine Wohltat.


auch die Fledermäuse erholen sich mit uns am Pool ;-))          
 

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