A U S T R A L I E N
von 13.03.2016 - 10.03.2017
 

Von Port Kembla nach Sydney
 
07.03 - 10.03 Sydney -> Canberra -> Sydney (Gerhard)
Die letzten 3 Tage verbringen wir in Canberra bei Gerd und Annemarie, die wir in Airlie Beach kennengelernt haben. Die 300km nach Canberra sind eigentlich kein Problem, doch beim tanken merke ich, dass wir rechts hinten einen Platten haben. Also Reifen wechseln, na und in Canberra werden wir den Reifen ja doch reparieren lassen könne?!
Am späten Nachmittag treffen wir bei unseren Freunden ein. Die beiden wohnen in einem hübschen Bungalow, in einem Vorort von Canberra. Die zwei sind vor über 30 Jahren in die Hauptstadt Australiens gekommen und führten einen Frisiersalon. Trotz der langen Zeit im "Aussiland" sprechen die beiden untereinander Deutsch und beherrschen die Sprache noch immer perfekt.
Für uns ist das Gästezimmer hergerichtet und am Abend gibt es Gerds hausgemachte Lasagne ;-)
Am nächsten Tag bringen Gerd und ich erstmal den Reifen zum reparieren, soll um 16:00 fertig sein.
Unsere Gastgeber chauffieren uns durch die Umgebung von Canberra. Erster Stopp, der Staudamm der den Zufluss zu dem künstlich angelegten riesigen See speist, um die Canberra angelegt ist. Danach geht's zur Nasa-Basis. Diese Anlage ist nach wie vor im Betrieb und für das kleine Museum muss man nichts bezahlen!
Letzter Stopp für heute ist der Aussichts-Berg, von hier hat man wirklich einen tollen Ausblick über die Stadt. Hier wird uns klar, dass wir das erste mal in einer modernen, am Reißbrett entstandenen Stadt sind, und dies unterscheidet Canberra entschieden von allen anderen Städten! Die Straßen sind breit und übersichtlich, die ganze Stadt sieht eigentlich aus wie ein riesiger Park. Die Wohnhäuser sind alle von Wiesen und Bäumen umgeben, nur im Zentrum stehen wenige Hochhäuser und da ist der künstliche See um den sich die ganze Stadt sternförmig ausbreitet.
Nichts ist hier so stressig wie in Sydney oder Melbourne. Erwähnenswert ist natürlich auch das Klima, Canberra liegt auf 600m und wird zum Meer hin von Bergen (Hügeln) abgeschirmt, dadurch herrscht meist trockenes und sonniges Wetter (natürlich wird es im Herbst und Winter ein wenig kälter! Bei unserem Aufenthalt: Tagestemperaturen 22Grad, Nacht 8Grad).
Um 16:00 sind wir bei dem "Reifenschuster" und was muss ich hören?! der Reifen ist irreparabel! Der Nagel den wir uns eingefahren haben hat sich gebogen und hat die Innenseite beschädigt, also nichts zu machen...... irgend wie glaube ich die Geschichte nicht, aber was soll man machen....... wir ziehen unverrichteter Dinge von dannen und werden uns morgen darum kümmern.
Dafür gibt es heute am abends Rindsgulasch! Da können sich die Aussis was abschauen..... Deutsche Küche ist halt Deutsche Kühe :-)
Doch der Tag ist noch nicht zu Ende! Die beiden haben noch eine Überraschung für uns, "outdoor"
Also steigen wir ins Auto und fahren in die City. Annemarie meint, so was haben wir in Wien auch, also bin ich sehr gespannt........ Halb Canberra ist hier und wir wissen immer noch nicht um was es geht. Nach einigen Geh-Minuten klärt sich das Geheimnis auf. Die Stadtväter haben keine Kosten und Mühen gescheut und ein tolles Vergnügen geschaffen, mit riesigen Beamern werden die Gebäude angestrahlt und Computeranimierte Bilder und kurze Filme vorgeführt. So etwas in Wien?! Nie und nimmer :-)
Am nächsten Tag geht's als Erstes zum Flughafen, wo uns die Hertz Mitarbeiterin erklärt: Im Schadensfall (egal was!) behält Hertz erstmal 4000$ ein, was man dann zurück bekommt steht in den Sternen.....
Möglichkeit 2: einen neuen Reifen montieren lassen und nicht mehr darüber reden.
Also fahren wir zur nächsten Reifenbude und siehe da, hier gibt es einen guten gebrauchten Reifen für 100$. Eine gute Alternative zum endlosen Ärger mit der deutsch Vollkaskoversicherung und dem engstirnigen Hertz Vermieter.
Danach besuchen wir das neue Parlament (ein großartiges Gebäude!) und den Telstra-Tower, von dem man einen noch besseren Ausblick auf die Umgebung genießen kann.
Heute laden wir zum Essen ein, nach einigen Diskussionen zwischen Gerd und seiner Frau ist entschieden, wir gehen in den Club. Endlich lüftet sich für uns das Geheimnis der "Clubs". Es gibt jede Menge davon, den Deutschen, den Österreichischen usw.... wir gehen in den Club der Schotten, eigentlich in jedem Club das selbe, man muss Mitglied  sein oder sich als Gast registrieren, dann steht einem der Club offen: Spielhallen, Wettbüro, Fernsehräume und BUFFET! Hier gibt es wirklich gutes Essen und ärgerlicher weise , schaffe ich es nicht das Buffet durch zu essen ;-) wäre sonst sicher geplatzt! Wie gesagt, das Essen ist ausgezeichnet doch die Lautstärke im Lokal erinnert an eine voll besetzte Disco.
Überfressen und gehörsgeschädigt fahren wir nach Hause und beenden mit ein paar Gläsern Wein den schönen Tag.
Am letzten Tag, nach einem guten Frühstück, verabschieden wir uns von unseren reizenden Gastgebern und hoffen dass sie beim nächsten Deutschlandbesuch doch den Weg nach Wien finden werden und wir uns so auf ein Wiedersehen freuen dürfen.
 

Canberra Parlament (old)

Canberra Museum

Canberra Telstra Tower

Um 19:00 sind wir in Sydney am Flughafen und geben den "Hyundai Tucson" zurück, die Sache mit dem Reifen ist zwar bekannt, da aber ein neuer Reifen montiert ist giebt es keine weiteren Probleme und wir bekommen die Endabrechnung.
Was folgt ist das übliche Prozedere..... einchecken, aufs boarding warten und ab in den "fliegenden Hühnerstall". 15 Stunden später Zwischenlandung in Doha, zwei Stunden Aufenthalt, weiter Flug 5 Std. nach Wien und 8 Grad C erwarten uns...... und somit ist ein Jahr um ;-(

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