A U S T R A L I E N
von 13.03.2016 - 10.03.2017
 

Von Elliot Heads nach Hervey Bay
 
15.12 - 27.12 Elliott Heads -> Hervey Bay -> Fraser Island -> Hervey Bay (Gerhard)

Jetzt beginnen schwierige Zeiten für uns, die Schulferien haben begonnen und scheinbar sind alle Aussies mit Sack und Pack unterwegs. Doris hat uns in Hervey Bay "Harbour View Caravanpark" einen Platz reserviert. Alles nicht so einfach, fast alle Caravanparks sind jetzt schon ausgebucht!
Na ja, ins Schwärmen gerät man nicht aber es gibt schlimmeres :-)
Wir haben für 17.12 einen Landrover mit Campingausrüstung für eine 3-tägige Fraser Island Tour gebucht.
Wir waren schon mal auf dieser großen Sandinsel und so wissen wir, dass wir trotz Allrad, mit GEN dort keine Chancen haben. 2 Nächte im Zelt, Toilette selber graben (mind. 50cm tief -> so ein Blödsinn :-)) und "herrlicher" Nudelsnack zum Essen, stehen an. Na mal sehen, hoffentlich hält das Wetter...........

17.12
Um 5:00 klingelt der Wecker...... unmenschliche Zeit!! um 6:30 sind wir bei der Vermietstation "Magic Fraser Island" (die einem Schweizer gehört). Papierkram, 2 Filme über das Fahren auf Fraser und Sicherheitsinstruktionen und eine Stunde ist um.
Nun sehen wir was wir gemietet haben und mir schwant nichts Gutes...... wir laden alles was wir glauben zu brauchen, von GEN in den Ländi und hoppeln zur 8:30 Fähre. Schon auf den ersten zwei Kilometern steht eines fest, dies ist KEIN Auto sondern eine absolute Mischung zwischen Esel und Tracktor in Maschinenform!
Das Ding hat 320.000km am Tocho, so sieht es auch aus und fährt sich auch so. Höllisch laut, hüpft wie verrückt, es gibt keine Klimaanlage, die Bremsen sind ein Witz......... na ja ein Defender halt.
In Fraser hat sich auf den ersten Blick nicht viel geändert, außer das die tiefsandigen Strassen (eigentlich Eselwege) jetzt noch viel holpriger als früher sind.
Wir fahren runter zum Strand und bemerken, dass das Wasser noch immer sehr hoch steht und somit müssen wir noch immer ganz oben im tiefen Sand fahren. Überrascht stellen wir fest, dass der Rover mit dem Sand ganz gut zurecht kommt. Nach ca. 1,5 Stunden kommen wir zum Elli Creek, ein Süßwasserfluss der vom Inselinneren ins Meer fliest. Hier stehen schon einige andere Fahrzeuge und warten das die Flut zurück geht und somit die Durchfahrtstiefe geringer wird. Nach einer halben Stunde reicht es und wir fahren durch. Das Wasser kommt über die Haube aber wir schaffen es.
Kurz danach 2 Stopps bei den "Cathedrals Cliffs" und beim "Maheno Wreck", beides wirklich sehr schön zum ansehen!
 

Fraser Island

Maheno Wreck

Cathedrals Cliffs

Der Vermieter hat uns auf dem Campingplatz "Dundaburra" eingebucht, also fahren wir dort hin und übernachten, nicht wie geplant, hinter den Dünen am Strand. Der Campingplatz ist recht nett, schön schattig und kühl. Wir bauen unser "Riesenzelt" auf und amüsieren uns über die tolle Campingausrüstung die der Schweizer scheinbar vom Schrottplatz und nicht vom Outdoorshop erworben hat. Wir haben unser Campingbetten mitgenommen die halt gerade so in das Zelt passen, wie man darauf eine ganze Nacht schläft brauch ich wohl kaum erwähnen.
Wir machen einen kurzen (2,5km) langen Spazierweg zum Wungul Sandblow, essen eine Kleinigkeit und dann ist es 19:00....... es ist finster und wir sind Hunde Müde, also gute Nacht :-)
 

Nostalgisches Kochgerät

Wungul Sandblow

Doris im "Kochwahn"

Tags darauf fahren wir nach Indian Head. Dort sind wir beim ersten Besuch im tiefen Sand gescheitert, doch diesmal kommen wir durch. Von Indian Head (eine Landzunge ins wilde Meer) hat man einen grandiosen Ausblick! Im blauen Wasser tummeln sich Fischschwärme und Spanische Makrelen sind auf der Jagd, Wellenberge rollen an den Strand, der Dunst und die Gischt schweben umher.
 

Indian Head

Indian Head

Indian Head

Wir fahren weiter zum Champagner Pool und zum Orchid Beach, dort kommen wir nicht mehr den Weg zurück, über die Dünen hoch. Also die Luft aus den Reifen bis es schon weh tut, aber noch immer nicht....... im letzten Drittel ist immer Schluss. Erst mit Aussi-Hilfe schaffen wir es (das hinterlässt tiefe Kratzer im Ego).
 

Champagner Pool

Champagner Pool

unsere Luxuskarre

Wir haben das Zelt auf dm Camping stehen gelassen und verbringen auch die zweite Nacht dort. Eigentlich dachten wir ohne Dusche auszukommen, doch wir sind so sandig und dreckig das das 2$ Duschvergnügen gut tut. Zum Essen gibt es Nudelsnack und um 19:30 ist wieder die Luft raus.
In der Nacht beginnt es zur regnen und auch am morgen sieht es nicht besser aus. Also Frühstück im Zelt, teils sitzend teils liegend. Erinnerungen an die Jugend werden wach, es gibt 2 saublöde Sprüche die da wären.
1.: Es gibt kein schlechtes Wetter nur schlechte Bekleidung
2.: Nur wer sich bescheidet ist wirklich frei
Wer an diesen "Bullshit" glaubt den empfehle ich Fraser bei Regen im undichten Zelt

Wir müssen relative früh weg sonst kommt die Flut zu hoch rauf und durch Elli Creek ist kein Durchkommen mehr. Also packen wir das nasse sandige Zeug zusammen und fahren zurück. Wir wählen die Hauptroute im Inland, doch auch hier stecken manche Fahrzeuge fest. Ein Toyota hat sich bis zur Bodenplatte eingegraben und es dauert eine 3/4 Stunde, trotz mehrerer Helfer, Sandblechen, Schaufeln und Bergegurten um den armen Teufel da raus zu bringen und um weiter fahren zu können.
Wir besuchen den Lake Wobby, den Lake McKenzie (einen Süßwassersee mit weißen Sandstrand), die Central Station und sind trotzdem eine Stunde zu früh bei der 17:00 Fähre.
Uns tut alles weh von der 230km ununterbrochener Hüpferei und so sind wir heil froh die Springbohne wieder zurück zu geben. Jetzt kommt mir GEN wie ein geräuschloses Schwebefahrzeug vor. Bei Sonnenuntergang sind wir wieder im "Habour View CP" wo wir über die Weihnachtsfeiertage bleiben.
 

Die Dusche war notwendig :-)

Lake Wobby         

Lake McKenzie

Nicht das wir uns Hervey Bay für Weihnachten ausgesucht hätten, aber wie schon einmal erwähnt, ist um diese Zeit der Teufel los und alle Plätze sind ausgebucht.
Weihnachten war auch irgend wie lustig.... Die Aussis haben den Kindern Schaum gesprüht um Schnee zu simulieren :-) Sonst war es eher ruhig und entspannt bei uns!
Hervey Bay ist zwar ganz nett, aber erwähnenswert ist nur der irrwitzige Jetty (länger als der One Mile Jetty in Westaustralien) und damit verbunden, 1000de kleine Fische, auf die wiederum Makrelen jagt machen. Beim ersten Besuch hatten wir perfekte Wetterbedingung, aber kein Fischzeug dabei. Bei den 2 weiteren Versuchen hat uns der Sturm das Anglerglück versaut.... aber nett war es allemal!
Wir besuchen auch noch das Historical Village, das für hiesige Verhältnisse recht ansehnlich gemacht ist.
Am 28.12 verlassen wir Hervey Bay und ziehen weiter nach Noosa.
Auch diese Ortschaft haben wir uns nicht wirklich ausgesucht, aber bei 8 Anfragen an verschiedenen Campingplätzen war dieser der EINZIGE der noch ein Plätzchen für uns hatte...... schei... Feiertage :-(
 

Weihnachten in Hervey Bay


Historical Village


Historical Village
 

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