A U S T R A L I E N
von 13.03.2016 - 10.03.2017
 

Von Exmouth nach Eighty Mile Beach


15.05 - 18.05 Coral Bay -> Exmouth (Gerhard)

Von Coral Bay nach Exmouth ist es nicht weit und an Ermangelung an Sehenswürdigkeiten fahren wir nach Exmouth obwohl man fast die ganze langweilige Strecke auch wieder zurück fahren muss.
In Exmouth mieten wir uns wieder einen PKW, diesmal ist es ein Mitsubishi.
Wir besuchen den Bundegi Beach mit dem kleinen Bootsanleger und dem Leuchtturm und fahren bis zum Cape Range Nationalpark (Westseite), der eigentlich auch nur einige schöne Buchten am schier endlosen Indischen Ozean ist!
Der Cape Range NP ist unterteilt in die Westseite von wo aus man den Park an der Küste entlang fährt und in eine Ostseite wobei hier nur 2 Stichstraßen in den NP führen und man nicht an die Westseite durchfahren kann. An der Westseite befindet sich der Thomas Charter Lookout mit einem 8km langen Wanderweg den Badjirra Jirra Loopwalk der durch den Canyon geht und Doris bildet sich ein diesen alleine zu gehen und ich soll mich in der Zwischenzeit dem Fischervergnügen hingeben und mir keine Sorgen machen.
Mir ist die ganze Sache nicht geheuer und so fahren wir am nächsten Tag zum Lookout um den Wanderweg zu begutachten. Es ist so wie ich es mir gedacht habe, dieser Wanderweg geht steil Berg auf und Berg ab durch unwegsames Gelände, von 5 Schwierigkeitsgraden schafft er es schon auf 4! Manchmal ist der Weg auch nur auf allen vieren zu schaffen und es ist verdammt heiß in diesem Canyon. Gott sei Dank verzichtet Doris auf dieses Unterfangen (aber nur Gerhard zu liebe!).
Am nächsten Tag gehen wir Golf spielen. 10$ für 9 Löcher ist nicht viel Geld aber nich mal das ist es wert! Wir könnten genauso gut daheim auf einem Rübenplatz spielen und sogar dort gibt es mehr Gras! Nach einer Stunde geben wir auf und verziehen uns ans Pool
 

Exmouth bei Leuchtturm

Exmouth Leuchtturm

Cape Range Nationalpark

19.05 - 21.05 Exmouth -> Onslow (Gerhard)

Der Reiseführer meint Onslow gibt nicht viel her (na wer hätte das gedacht) außer für Fischer. Also das ist ja schon was, also auf nach Onslow.
Der Caravan Park liegt direkt am Meer. Bei Flut sieht es ja auch richtig nett aus, bei Ebbe blickt man auf das steinerne Meer, naja der Reiseführer hat nicht gelogen.
Die Flut setzt erst um 20:00 ein, also gehe ich das erste Mal Nachtfischen, und da gehts rund......
Erster Fang ein 1,5 kg Hai, gefolgt von einem Stachelrochen und einem giftigen Kugelfisch. Der Hai wird filetiert und für später zum futtern aufgehoben. Der Rochen sowie der Kugelfisch kommen zurück ins Wasser.
Somit sind die Höhepunkte von Onslow erzählt :-)
 

Ebbe

Flut

Gerhards 1. Hai
 

22.05 - 22.05 Onslow -> Dampier -> Millstream Nationalpark (Gerhard)

In Dampier soll es einen kleinen schönen Campingplatz am Meer geben, man soll die Hoffnung ja nie aufgeben :-) Als wir durch die Industrieanlage von Dampier rollen überkommt mich schon eine böse Vorahnung und ich irre nicht. Das Einzige was stimmt, der Camping ist KLEIN, liegt aber genau am Erz-Verladehafen, alles ist mit einer mm dicken Rostschicht überzogen, der Ausblick auf die Förderbänder die Kilometer weit ins Meer führen und die riesigen Chinafrachter mit Eisenerz füttern ist deprimierend , hier will man ganz sicher nicht "Tod über den Gartenzaun hängen", also bloß weg hier!
Wir ändern kurzer Hand unsere Route und fahren in Richtung Millstream Nationalpark. Da es schon zu spät ist bleiben wir kurz vor dem NP auf einem Parkplatz für die Nacht stehen.

 

23.05 - 24.05 Millstream Nationalpark -> Point Samson (Gerhard)

Der kleine Park (2000km², für Aussi gerade mal ein "Hobbypark") hat nur ein paar Höhepunkte.
Das Python Pool, ein wirklich schönes Pool umrandet von roten Fels mit einer tollen Akustik und danach gelangen wir zum Mount Herbert, also von wegen Berg.... der Zugang zum Gipfel beträgt stolze 600m, aber man hat einen schönen Ausblick auf die Gras bewachsenen Hügellandschaften!
Wir fahren den gleichen Weg zurück (nur teilweise Schotterpiste), da wir keine Lust auf 60km Gerüttel auf der Waschbrettpiste haben, die es ermöglicht eine Runde durch den Nationalpark bis zurück nach Dampier zu fahren. Somit haben wir alle Highlights besichtigt und machen uns auf den Weg nach Point Samson.
 


Aussicht vom Mount Herbert

Aussicht vom Mount Herbert

Python Pool

Eigentlich haben wir keine gute Erinnerung an Point Samson, aber was soll's, es liegt am Weg und alles und Jeder hat doch eine zweite Chance verdient. Es gibt 2 Caravanparks in Point Samson. Der Erste (wo wir damals standen) verlangt zur Zeit 45$, der neue Platz stolze 49$. Wir stellen GEN am öffentlichen Parkplatz ab und besichtigen beide. Keiner ein Highlight..... also gehen wir zu dem Billigeren (der hat auch ein sonderbares Restaurant) Als wir das Office betreten ist keine Menschen Seele anwesend. Nach einer gefühlten halben Ewigkeit schlurft ein dürrer kleiner "Kobold" aus  den hinteren Räumen auf uns zu. Er meint das Auto ist zu groß?! (obwohl er ihn nicht ein mal sieht), und will uns einen Platz direkt auf der Straße (zwar mit Strom) andrehen, obwohl der Campingplatz max. zu einem drittel voll ist. Den Straßenplatz kann er sich laden, wir fahren zu seinem Konkurrenten.
Port Samson kann man sich schenken, es gibt zwar 2 Strände, schön ist es hier aber nicht wirklich!
Eine Nacht reicht!!! Wir füllen die Wassertanks und brechen nach South Hedland auf.
 


Point Samson

Point Samson

Point Samson
 

24.05 - 14.06 Point Samson -> South Hedland -> Eighty Mile Beach (Gerhard)

Port Hedland ist eine reine Industriestadt und von weitem schon so abstoßend das man wohl kaum auf die Idee kommt dort hin zu fahren.
Man kann aber hier sehr viel Geld verdienen, deshalb wurde Port Hedland zu klein und die Stadtväter beschlossen South Hedland zu bauen. Eigentlich nur eine Ansiedlung von Wohnhäusern, Einkaufsmöglichkeiten und einem Spital.... und genau das brauchen wir!! (NICHT das Spital sondern die Einkaufsmöglichkeiten). Wir müssen unsere Vorräte aufstocken denn der nächste Halt ist der Eighty Mile Beach!! Einkaufen, letzte Telefonanrufe nach Österreich, denn im "middle of nowhere" gibt es nichts mehr! 170km weiter wartet was wirklich tolles auf uns..........
.......der EIGHTY MILE BEACH!!
Wir sind jetzt mehr als 9000km gefahren, aber so etwas wie hier gibt es nirgends! ca. 170km nördlich von Port Hedland, somit ca. 360km von Broome, nach Westen ca. 2000km die große Sandy Desert, und unzählige Seemeilen vor dem Indischen Ozean, liegt dieser einzigartige Platz. Dieser Caravan Park ist eine grüne Oase, nur von einer niedrigen Düne vom absolut schönsten Strand von Westaustralien getrennt.
Wir stehen am Platz 101, absolut perfekt und das nützen wir aus und verlängern 2x, womit wir auf 3 Wochen Eighty Mile Beach kommen (wir waren NOCH NIE 3 Wochen an einem Platz)
Was man hier so macht?! Na ganz einfach..... Fischen:-) Hier dreht sich alles darum! Oder Muscheln sammeln (so viel wie hie gibt es sonst nirgends)
Aus den Muscheln werden "Fisch - Mobiles" oder normale Mobiles. Die gefangenen Fische kommen auf den Teller (Doris meint wenn es so weiter geht krieg ich noch Schuppen oder Flossen).
Das Wetter passt!! Wir haben so zwischen 25 und 36 Grad, mit leichtem Wind und endlos blauen Himmel. Die Nächte sind meistens angenehm kühl und wir lassen so richtig "die faule Sau" raushängen.
Nach 2 Wochen kommt was kommen muss.... die Vorräte neigen sich zu Ende, also was bleibt über?! Wein und Bier werden rationiert!! Ein Einkauf beim nächsten Roadhouse "Sandfire" (60km entfernt) entspannt den Alkoholmangel nur kurz und nach 3 Wochen ist so ziemlich alles aus was man so braucht...... also schweren Herzens weiter nach Broome!

Fischer über Fischer :-)

Muscheln sammeln ist hier Pflicht!

Doris wartet auf Sunset :-)
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