A U S T R A L I E N
von 26.10.2015 - 27.12.2015
 

Coober Pedy nach Port Augusta

13.12 - 15.12.2015 Coober Pedy (Doris)

Um 13:30 sind wir dann in Coober Pedy angekommen. Eine Opalgräberstadt.... viel Staub, Wüste und sonst nix :-) Dort hat man "MAD MAX" gedreht!!! und ich muss sagen man brauchte keine Kulisse, es sieht alles wirklich so aus.
Warum wir hier her wollten?? Gerhard hat schon so viel im Fernsehen darüber gesehen das es ein "MUSS" in unserer Tour ist. Normalerweise bleibt man in dieser Stadt für max. 1 bis 2 Tag...... wir aber ein wenig länger ;-) Dazu später mehr.....


 

Coober Pedy

Coober Pedy

1. Baum (aus Eisen) in Coober Pedy

In Coober Pedy waren die größten Opalfunde in SA zu verzeichnen. Einst war es sicher eine sehr belebte Stadt heute sieht es jedoch so aus als würde es bald eine Geisterstadt werden. Viele Geschäfte, "Hotels" und Tankstellen sind geschlossen und werden zum Verkauf angeboten...... Wer soll das kaufen???? denke nur ein Irrer :-)
Im Hochsommer herrschen hier weit über 50 Grad im Schatten, zur Zeit ist es aber "moderat", wir haben nur knapp über 40 ;-)
Die meisten Einwohner leben hier in sogenannten "dugouts", das sind Wohnungen unter der Erde, meist ehemalige Mienen die in den Sandstein gegraben wurden. Vorteil: ob Sommer oder Winter hier hat es immer um die 25 Grad. Nachteil: Kein Tageslicht!!
Heut zu Tage ist es Verboten direkt im "Stadtgebiet" nach Opalen zu suchen (wobei das "Außerhalb" nicht weit ist!). Für Touris gibt es aber im Stadtgebiet eine sogenannte "Noodling Area", Reste von Opalgrabungen die hier aufgeschüttet sind.... na vielleicht hat ja jemand was vergessen???

Wir sind im Campground "Oasis" eingemietet (outdoor brauch man nicht schlafen, es sind zu viele Schwarze hier die betrunken oft "Radau" machen) hier wurde uns eine Tour mit "Rudi" angeboten der uns die Stadt zeigt. Wir haben diese Tour gebucht und ich muss sagen..... Rudi ist total ein netter Kerl!!! Er ist Österreicher, spricht noch immer hervorragend Deutsch, ist über 80 Jahre alt und lebt seit über 40 Jahren in Coober Pedy. Nun ja..... Der Preis (45$/p) war die Tour nicht wert!!! Rudi spricht gerne über sich selbst und sein Leben, Info über die Stadt bekommen wir leider nur wenig. 
Solltet ihr mal herkommen dann macht einfach eine Tour alleine!!! Die Stadt ist nicht sehr groß und die "Highlights" findet man ganz einfach mit einem Stadtplan!
 

Dugout

Coober Pedy - "Noodling Area"

Kirche im Untergrund

Also wie gesagt, 1 voller Tag (2 Nächte) in dieser "tollen" City würde reichen, aber wir stecken hier fest!
Die letzten 200km bis Coober Pedy hat es uns den rechten Rückspiegel "locker gerüttelt", also Gerhard gleich nach unserer Ankunft am Camping, rauf auf die Leiter und Schrauben nachziehen......... ich bin kurz mal zu ihm raus um zu gucken ob ich helfen kann und..... ich kam nicht mehr in GEN rein!! Türe ging nicht mehr auf!
Wir haben ja einen Durchstieg vom Fahrerhaus in den Wohnraum also Türe vom Fahrerhaus auf und..... Türe im Innenraum unseres GEN's natürlich zugesperrt...... also nix mit rein!
Glücklicherweise hatte ich das WC-Fenster geöffnet und NOCH bin ich schlank genug da hinein zu kommen...... Also Leiter auspacken, ich durchs Fenster, Durchgangstüre aufsperren und somit konnte dann Gerhard auch ins innere unseres GEN's.
Schadensbericht: Durch die wunderbaren Straßen in AU hat sich die Falle der Türschnalle ausgehängt und verklemmt. Gerhard musste die Türe mit der Flex aufschneiden...... seit dem hält natürlich die Türe nicht mehr eigenständig, man kann nur mehr mit Schlüssel auf und zumachen..... mühsam.
Aber dem nicht genug macht Gerhard auch gleich einen Blick unter das Auto und was sieht er??? Jede Menge an Öl, und das dort, wo es NICHT hingehört!. Nach genauer Begutachtung
Schadensbericht: Simmering vom hinteren Differenzial ist hinüber..... Jetzt wird es spannend....
Neben unserem Campground ist eine Werkstatt "unseres Vertrauens". Nach einem längeren Gespräch mit dem Chef und einer Begutachtung vom Selbigen, hat er eine Dichtung bestellt die angeblich morgen (16.12) einlangen sollte! Irgend ein Werkzeug das er dazu braucht um diese zu wechseln fehlt ihm..... "aber das geht schon" meinte er.
So, jetzt heißt es abwarten bis morgen......
Kommt die Dichtung??
Kann er es reparieren???
Wenn ja dann geht unsere Tour weiter.........
Wenn nein dann werden wir länger hier bleiben ??? oder eine andere Lösung finden????
 

 16.12 - 27.12.2015 Coober Pedy - Port Augusta (Doris)

Am morgen sind wir zeitig (08:00) aufgestanden und Gerhard ist gleich zu "Bulls Garage" um zu fragen ob alles da ist, und siehe da, alles ist eingelangt, also steht einer Reparatur nichts im Wege!
Um kurz vor 9:00 beginnen die Reparaturarbeiten und kurz danach stellt sich heraus das es NICHT so einfach ist wie gedacht......Ich will jetzt gar nicht ins Detail gehen, könnte für Nicht-Mechaniker langweilig werden! Auf jeden Fall hat sich eine Rille im Flansch gebildet (durch zu wenig Getriebeöl) und auch der Flansch gehört erneuert sonst wird es nicht dicht! 
Also doch länger in Coober Pedy :-(
Colin (der "Chef"-Mechaniker) hatte aber eine Idee wie man es auch ohne Ersatzteil reparieren kann, dazu braucht er aber einen speziellen 2-Komponenten Kleber der wieder bestellt werden muss....... 
Kleber kommt am Samstag oder Sonntag......... 
Um diese Wartezeit zu überbrücken bietet uns Regina (die Ehefrau) von Colin an bei Ihnen am Grundstück zu stehen um uns Kosten zu ersparen. Das haben wir gerne angenommen und so standen wir vom 16.12 bis 20.12 bei Colin und Regina :-)
Die beiden waren so was von nett und hilfsbereit, man kann es in Worte nicht fassen!! 
Da die beiden am nächsten Tag zur Arbeit mussten gab uns Colin seinen Hausschlüssel (sollten wir Duschen wollen oder etwas anderes benötigen), weiters gab er uns seinen Autoschlüssel damit wir nicht am Grundstück stehen bleiben mussten sondern mobil sein konnten und noch ein wenig die Gegend in Coober Pedy "genießen" konnten :-)
In dieser Zeit haben wir uns "Crocodile Harrys" angesehen. Harry stammt ursprünglich aus Littauen und verbrachte 13 Jahre in Nordaustralien auf der Jagd nach Krokodilen. Danach versuchte er sein Glück in Coober Pedy um nach Opalen zu graben! Heute steht sein "Untergrundhaus" Besuchern offen. Hier wurde übrigens auch Mad Max 3 gedreht :-) 
 


Crocodile Harrys


Crocodile Harrys

Crocodile Harrys

Weiters spielten wir ein Loch (18 Löcher wären undenkbar!!) am "hässlichsten Golfplatz" der Welt!! Bei 47 Grad im Schatten eine Herausforderung! Nicht nur für uns sondern auch für die Schläger...... es gibt hier nämlich KEINEN Grashalm sonder nur "Schotterpiste" :-)
Die restliche Zeit trieben wir uns einfach in Coober Pedy rum und versuchten auch unser Glück mit der Suche nach Opalen!
Abends habe ich immer für uns alle gekocht und wir hatten viel Spaß mit Colin und Regina! Gleich am ersten Abend hat sich auch noch ein Pärchen (auch ein Kunde von Colin, beide waren Australier auf der Durchreise.... mit Autopanne ) zu uns gesellt die auch beide sehr nett waren! Also ALLES SUPER :-)


Golfplatz

Golfplatz - Scherz??

Colin, Joan, Regina, Colin, Doris

Am 19.12 kam dann überraschender Weise, früher als geplant, der bestellte Kleber. Also gleich wieder in die Werkstatt und repariert!! Hat gut ausgesehen, alles hält und wir freuen uns schon auf die Weiterfahrt in die "Finders Ranch" wo wir einen Allradtrip ins Outback geplant haben.
Am 20.12 hatte jedoch Regina die Idee mit uns und den anderen beiden (Colin und Joan) einen Trip in der Umgebung zu machen. Zuerst haben wir uns die Opalfelder angesehen und natürlich auch nach Opalen gesucht (Gerhard hat sogar 2 kleine gefunden *smile*), danach sind wir zu den "Breakaways", eine wunderschöne Bergformation, gefahren und haben dort den Sonnenuntergang genossen!
Den Abend haben wir mit Pizzaessen und viel Spaß beendet :-)


Breakaways


Breakaways


Breakaways

Am 20.12 ging es dann weiter für uns. Leider (aus heutiger Sicht "Gott sei Dank") hat es geregnet und wir konnten den geplanten "Oodnadatta Track" (eine Staubstraße die uns in die Finders Ranch geführt hätte), nicht fahren. Na macht auch nix, fahren wir eben nach Port Augusta und von dort weg führt eine betonierte Straße zur Ranch!
Nach ca. 300km beschließen wir einen Übernachtungsstop in "Lake Hart" (ist ein Salzsee direkt am Stuard Hwy) zu machen.


Oodnadatta Track / hier noch offen!

Oodnadatta Track

Lake Hart

Am 21.12 um ca. 10:00 brachen wir auf in Richtung Port Augusta........ leider kamen wir nicht weit. Die Ladekontrolle vom GEN zeigte  "rotes Licht" und nach ca. 50m stand das Fahrzeug still.......
Gerhard, Wut entbrannt. kippte das Fahrerhaus um zu sehen was los ist......
Wieder einmal (war schon in Griechenland kaputt) ist der Regler der Lichtmaschine defekt..... na Gott sei Dank haben wir ja noch einen mit :-)
Leider hat Gerhard auch festgestellt das WIEDER Getriebeöl ausgeronnen ist.....
Na super, irgendwie geht in letzter Zeit alles schief!! Also müssen wir in Port Augusta bleiben da dort eine Mercedeswerkstatt ist........ Mein Bruder hat uns ja auch schon vorsichtshalber den kaputten Teil per Post dort hingeschickt!

Und dann kam alles anders als gedacht:
Gerhard wollte das Fahrerhaus zurückkippen....... ein Schrei, und aus war's......... seine Achillessehne ist gerissen!
Nachdem er sich so halbwegs von den ersten Schmerzen erholt hatte haben wir einen Touristen aufgehalten der uns geholfen hat das Fahrerhaus wieder zurück zu kippen. 
Nach "gelungener" Arbeit bin ich weiter gefahren.... allerdings nur bis zum ersten Stopp bei einer Tankstelle, danach hat sich Gerhard eingebildet er muss weiter fahren........ er wollte nicht das ich im Stadtgebiet fahre da ich ja keine Erfahrung damit habe...... (STURSCHÄDL!!!)
Um 18:00 waren wir dann am nächst besten Campingplatz (BIG4), von dort weg mit dem Taxi ins Hospital. Erste Diagnose "vielleicht doch nicht GANZ durchgerissen"! Gerhard bekommt einen "Back Slab" (Rückwärtiger Gibs), morgen dann zum Ultraschall!
In unserem GEN waren wir erst wieder um 23:00......... so lange mussten wir warten :-(
Der nächste Tag brachte dann die Ernüchterung: Sehne ist KOMPLETT durch!
Nach vielen Überlegungen beschlossen wir dann wieder nach Hause zu fliegen...... es hätte keinen Sinn 3 bis 4 Monate auf einem Campingplatz zu stehen und NICHTS tun zu können!

Also los zum organisieren:
1.) Standplatz für GEN -> hat uns der behandelnde Arzt von Gerhard vermittelt!
2.) Campingplatz verlängern (wir hatten ja nur 3 Nächte gebucht)
2.) Flug buchen
3.) Mietauto organisieren damit wir mobil sind und auch nach Adelaide fahren können
4.) Koffer für die Heimreise kaufen (unseren alten bei der Hinreise haben wir weggeworfen)
5.) Printservice auftreiben um die Flugbestätigung zu drucken
6.) Post informieren das wir das Päckchen (Ersatzteil) erst in ca. 3-4 Monaten abholen werden
7.) Warten auf den Abflug........................

Am 28.12 sind wir dann in Wien gelandet
Am 29.12 hatte Gerhard einen Termin beim Chirurgen
Am 30.12 wurde Gerhard operiert
Am 31.12 wurde er aus dem Spital entlassen

Die OP ist gut verlaufen! Es geht ihm den Umständen entsprechend ganz gut!
Jetzt darf er den Fuß ca. 2 Wochen nicht belasten, solange bis die Nähte gezogen werden. Danach muss er einen Orthopädischen Schuh für ca, 6-8 Wochen tragen, dann beginnt die Physiotherapie für weitere 6-8 Wochen!
So wie es aussieht werden wir voraussichtlich Ende April wieder nach AU fliegen..... vielleicht geht es ja auch schon früher, wer weiß ?!
Wenn wir jedoch wieder in AU ankommen müssen wir zuerst unseren GEN reparieren lassen!! Dann werden wir weiter sehen.....
Das Leben ist oft hart und ungerecht...........Aber wir lassen uns nicht unterkriegen!!!

Danksagung

An Colin und Regina, die beiden haben uns für 5 Tage bei sich stehen lassen und haben es uns so bequem wie möglich gemacht! Ihr Haus und ihr Auto zur Verfügung gestellt
An Peter Martin, der uns einen Standplatz für unseren GEN auf seinem Grundstück zur Verfügung gestellt hat 
An Dr. Jouda, der uns den Kontakt für den Standplatz vermittelt hat
An Rober K., der uns die benötigten Ersatzteile in Wien besorgt hat und noch andere Dinge und diese nach AU versendet hat
An Hans P., der uns einen Chirurgen organisiert hat und auch gleich einen OP Termin vereinbart hat, und das in der Zeit als wir noch in AU waren
An Robert S., der unser Haus vor unserer Ankunft wieder bewohnbar gemacht hat, sodass wir es warm im Haus hatten, kalt im Kühlschrank und ein Auto zum fahren!
Und natürlich auch an alle anderen die sich um uns gekümmert haben (und NOCH immer um uns kümmern) und immer für uns da sind!!!!!!!!

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